Damit die Reflexion funktioniert, müssen die Atome des Strahls zunächst mit einem starken elektrischen Dipolmoment ausgestattet werden. Dies geling durch Anregung mit einem Laserstrahl: Dabei wird ein Elektron jedes einzelnen Atoms in einen so genannten Rydberg-Zustand versetzt, der klassisch gesehen einer Umlaufbahn mit einem sehr großen Radius gleicht. Elektron und positiv geladener Atomkern sind somit weit voneinander entfernt, so dass ein effektives elektrisches Dipolmoment aufgebaut wird.
Der Clou hinter diesem Vorgang besteht darin, dass die Dipolmomente der Atome antiparallel zu dem elektrischen Bremsfeld ausgerichtet werden. Dies verstärkt die abbremsende Wirkung des Feldes. Für ihr Experiment verwendeten die Forscher einen Strahl kalter Wasserstoffatome, in dem sich einzelne Atome mit einer Geschwindigkeit von etwa 720 Metern pro Sekunde bewegten. Das Bremsfeld selbst war etwa 2.000 Volt pro Zentimeter stark.
Vliegen glaubt, dass derartige Bremsfelder bei der Herstellung von Antimaterie behilflich sein könnten. Deren geschickte Anordnung würde die Antimaterie an einer Kollision mit den Wänden ihres Containers hindern und somit ihre Zerstrahlung vermeiden.




