Auch wenn es medial etwas kleingeredet wird, für viele Raucher ist „Suchtbefriedigung“ nur ein Teil eines großen Ganzen, das sich am besten mit Rauchkultur umschreiben lässt. Da gehören edle Pfeifenstopfer ebenso dazu wie gravierte Zigarettenetuis und Feuerzeuge, die weit mehr sind, als Gas-gefüllte Wegwerfstücke, sondern teils enormen Sammlerwert haben. Keine Frage, das Rauchen hat auch eine starke technisch-kulturelle Anziehungskraft. Und genau das ist es, was auch viele Raucher zur E-Zigarette zieht, neben der Tatsache, dass das „Dampfen“ erwiesenermaßen weit weniger schädlich ist. Denn diese ist noch viel mehr als Spielfeld für das Ausleben einer technischen Neigung geeignet – denn die E-Zigaretten selbst sind faszinierende elektrotechnische Kleinode.
Der grundlegende Aufbau
Wie noch zu lesen sein wird, können E-Zigaretten, oder technisch korrekter, „Verdampfer“, in den höheren Klassen volldigitalisierte kleine Wunderwerke der Technik sein. Doch letzten Endes läuft alles auf ein einfaches Wirkprinzip hinaus: Das der Heizspirale oder des Tauchsieders.
Dabei wird elektrischer Strom durch eine Heizspirale geleitet. Ein Heizwiderstand, der mit einem saugfähigen Material umgeben ist, welches wiederum in einem Tank steckt, welcher mit dem zu verdampfenden Aromastoff gefüllt ist.
In der einfachsten Variante wird dieser Aufbau über einen simplen Ein/Aus-Schalter reguliert, der als Taster ausgeführt ist. Betätigt man diesen, fließt vom Akku Strom durch die Heizspirale. Durch den definierten Widerstand erhitzt sich diese und bringt den im saugfähigen Material steckenden Aromastoff binnen Sekundenbruchteilen auf Verdampfungstemperatur. Der Dampf entsteht, der nun über ein Mundstück („Drip Tip“) angesaugt wird. Nach dem Loslassen des Tasters füllt sich das saugfähige Material aus dem Vorrat des Tanks via Kapillareffekt erneut.
Das Coil
Herzstück bildet, wie beschrieben, die Heizspirale. Diese wird in der Fachsprache der E-Zigarette als Coil bezeichnet. Sie ist nicht nur wichtigster Garant für die generelle Funktion, sondern basierend darauf häufig notwendigerweise auch als Wegwerf-Objekt konzipiert.
bilden hierbei meist eine austauschbare Einheit, den Verdampferkopf. Sie sind i.d.R. modellspezifisch ausgelegt und als Ersatzteil über den Fachhandel erhältlich. Das liegt daran, dass vor allem das saugfähige Material, welches meist aus Watte besteht, einem gewissen Alterungsprozess unterliegt.





