Das US-amerikanische Verteidigungsministerium verspricht sich viel von der neuen Maschine. Der widerstandsfähige Roboter könnte in unübersichtlichen Krisenherden, wie beispielsweise Großstädten, selbstständig ein bestimmtes Ziel erreichen und mit einer im Schwanz installierten Kamera Bilder aufnehmen und zurücksenden.
Ein “dummer” Roboter-Skorpion soll zu Forschungszwecken 80 Kilometer durch die amerikanische Mojave-Wüste marschieren. Mit dem Experiment wollen Frank Kirchner vom Institut für autonome intelligente Systeme in St. Augustin und seine Partner von der “Northeastern University” in Boston prüfen, ob ein einfacher Roboter besser mit extremen Bedingungen fertig wird als ein hochentwickelter Apparat. Der Skorpion-Roboter verfügt lediglich über einprogrammierte automatische Reflexe, berichtet das Wissenschaftsmagazin “New Scientist”.
Maschinen mit der Fähigkeit, sehr komplizierte Probleme zu lösen, sind anfälliger für Fehler, glauben die Wissenschaftler. Der Roboter-Skorpion aber analysiert nur wenige Daten. Stößt er beispielsweise mit einem Fuß an einen Stein, verlässt er sich nur auf seine Reflexe und kann sofort reagieren. Zwei Ultraschallsensoren an seiner Stirnseite unterstützen ihn dabei. Trifft er auf ein Hindernis, das höher ist als die Hälfte seiner Größe, dann umgeht er es.
Almut Bruschke-Reimer





