Da fallen einem fast nur Superlative ein: Lieblingshaustier der klassischen wie der molekularen Genetik und der Entwicklungsbiologie, Veteran unter den Modellorganismen und wohl das Lebewesen, das wissenschaftlich am besten untersucht ist. Insgesamt fünf Nobelpreise gingen bisher an Drosophila-Forscher. Der kleinen Fliege haben wir beispielsweise das Wissen zu verdanken, dass Gene auf Chromosomen liegen und dass sich Veränderungen von Genen auf das Erscheinungsbild auswirken. Einigen Genen hat das äußerst kuriose Namen eingebracht, denn Drosophila-Forscher neigen dazu, ein Gen nach der Erscheinungsform der Tiere zu benennen, bei denen dieses Gen mutiert ist. So gibt es beispielsweise die Gene „Dachshund”, „ Lava Lampe” und „Kaktus”. Drosophila fühlt sich in der heimischen Obstschale genauso wohl wie im Labor auf Bananenbrei. Ihr offizieller Name lautet übrigens Taufliege und nicht Fruchtfliege. Ihr Genom enthält knapp 170 Millionen Basenpaare, denen eine ganze Datenbank gewidmet ist: die FlyBase.





