Seit einigen Jahren bietet die Firma Consel Spezialkoffer an, in denen Büro- und Kommunikationsgeräte – wie Notebook, PDA, Digitalkamera oder Handy – integriert und bequem transportiert werden können. Künftig will das Unternehmen aus dem hessischen Langgöns-Dornholzhausen diese Koffer weiter aufrüsten: mit einem Brennstoffzellen-System der Firma Smart Fuel Cell aus Brunnthal bei München (bild der wissenschaft 2/2002, „BreZel statt Akku”). Die darin werkelnden Brennstoffzellen erzeugen elektrischen Strom aus Sauerstoff und Methanol, das in einer kleinen Tankpatrone steckt. Die Patrone mit einer Füllung von 125 Millilitern soll ausreichen, um mit einem Notebook mindestens sieben Stunden lang zu arbeiten. Ist sie leer, wird die Tankpatrone einfach ausgetauscht – das Notebook läuft während dessen ohne Unterbrechung weiter. Der Koffer mit Direktmethanol-Brennstoffzelle soll ab 2004 erhältlich sein. Einen ähnlichen Zeithorizont peilt Toshiba für die Markteinführung eines vergleichbaren Brennstoffzellen-Systems an. Auch die von Toshiba entwickelten Zellen werden mit Methanol betankt. Sie liefern eine Leistung von bis zu 20 Watt und sollen ein Notebook pro Tankfüllung rund fünf Stunden lang mit Strom versorgen können.
Hans Groth





