von RALF BUTSCHER
Wenn Johannes Zeiher die Steuerung für sein Experiment einschaltet, erhellen bunte Laserstrahlen das für einen Laien unüberschaubare Gewirr aus Spiegeln und anderen optischen Elementen hinter der Glasscheibe im Labor des Physikers. Und in einer kleinen Glasampulle im Herzen des Versuchsaufbaus beginnen die Atome eines dünnen Gases, sich in Reih und Glied auszurichten. Das Muster dafür geben die feinen Strahlen aus Laserlicht vor, die der Wissenschaftler auf die etwa fingerkuppenkleine Probe richtet und die an deren Flanken immer wieder reflektiert werden, um sich gegenseitig zu überlagern. Zeiher forscht sowohl am Max-Planck-Institut für Quantenoptik (MPQ) in Garching bei München als auch an der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität (LMU), wo er eine Forschungsgruppe leitet.





