von DIRK EIDEMÜLLER
Sogenannte auxetische Materialien gehören zu den Sonderlingen in der Materialwissenschaft: Wenn man sie in die Länge zieht, werden sie nicht etwa schlanker wie andere Stoffe, sondern sie gewinnen sogar an Breite. Dieses ungewöhnliche Verhalten ist nicht nur technisch interessant. Sogar die Evolution des irdischen Lebens hat es bereits zum Einsatz gebracht. So ist die Haut von Kuhzitzen auxetisch. Der Vorteil für das Kalb ist klar: Es muss große Mengen Milch trinken und saugt deshalb kräftig an der Zitze. Da diese sich dabei noch verbreitert, kann die Milch ungehindert fließen.





