Einen Rollstuhl, der in geschlossenen Räumen allein mit Gedanken gesteuert werden kann, haben italienische Forscher des Polytechnikums Mailand um Matteo Matteucci entwickelt. Dazu werden am Kopf des Rollstuhlfahrers Elektroden befestigt, die seine Hirnströme messen. Ein Monitor zeigt alle Orte an, die zugänglich sind. Konzentriert sich der Behinderte auf einen dieser Orte, übersetzt eine spezielle Software für künstliche Intelligenz die Hirnströme in mechanische Bewegungen und bringt den motorisierten Rollstuhl ins Ziel. Hindernisse erkennt das Gefährt mit zwei Lasern und einer Kamera. Inzwischen arbeiten die Wissenschaftler an einer Version, die auch im Freien eingesetzt werden kann.
Sollte der Rollstuhl in Serie gefertigt werden, würde er nach Einschätzung von Matteucci rund zehn Prozent mehr kosten als herkömmliche motorisierte Modelle, die ab etwa 3000 Euro erhältlich sind.





