Der Begriff selbst wurde vor 300 Jahren von deutschen Förstern geprägt. Man wollte dem Wald nicht mehr Holz entnehmen als nachwachsen konnte. Schon 1713 beschrieb Hans Carl von Carlowitz das Dreieck der Nachhaltigkeit: ökologisches Gleichgewicht, wirtschaftliche Sicherheit und soziale Gerechtigkeit.
Auch die Nutzung fossiler Brennstoffe sollte anfangs die Wälder schonen. Grober sieht eine aktuelle Parallele: Heute will man mit der Atomkraft die Energielücke bis zum endgültigen Anbruch des solaren Zeitalters schließen. Doch die Vergangenheit zeigt, dass Brückentechnologien eine eigene ungeheure Dynamik entfesseln können.
Deutlich wird: Für eine lebenswerte Zukunft jenseits der 1972 formulierten Grenzen des Wachstums bedarf es technischer Innovationen und menschlicher Schwarmintelligenz. Hierzu liefert Grober kenntnisreiche Details und wertvolle Denkanstöße. Erfrischend ist, dass er dabei ohne die gängige Katastrophenrhetorik auskommt. Unbedingte Leseempfehlung nachhaltige Wirkung garantiert!
Gunnar Henze




