Die Anforderungen der Automobilindustrie an die Sensoren sind gewaltig – ganz gleich, ob es sich um mikromechanische oder herkömmliche feinmechanische Sensoren dreht. Insbesondere Sensoren in Sicherheitssystemen wie dem Airbag müssen absolut zuverlässig sein. Mindestens 15 Jahre lang – oder über eine Strecke von 200 000 Kilometern – sollen die Messfühler ihren Dienst verrichten. Sie müssen so verpackt sein, dass sie Wasser und Wasserdampf sowie aggressiven Substanzen wie Öl, Benzin, Salz oder Ozon trotzen. Auch extrem tiefe und hohe Temperaturen – von minus 40 bis plus 125 Grad Celsius – dürfen den Sensoren nichts anhaben können. Die Autofabrikanten erwarten beispielsweise für Mikroprozessoren im Inneren der Sensoren eine Zuverlässigkeits-Garantie von mindestens eins zu einer Million – das heißt, nur ein Sensor-Prozessor unter einer Million Sensoren darf versagen. Zum Vergleich: Handykomponenten müssen eine Zuverlässigkeit von gerade mal 5000 zu einer Million erreichen. Um zu verhindern, dass ein Unglück geschieht, falls doch einmal ein Sensor kaputt geht, sind viele Sensoren mit einer Selbsttest-Funktion ausgestattet. MEMS beispielsweise überprüfen automatisch in Sekundenschnelle, ob sie funktionstüchtig sind. Airbag-Sensoren führen bei jedem Anlassen des Autos einen solchen Selbsttest durch.





