Der Handel im Internet, der so genannte E-Commerce, legt in Deutschland stark zu. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung Essen (RWI). Danach könnte sich der Anteil Deutschlands am weltweiten E-Commerce von jetzt 3,5 Prozent bis 2005 auf 7 Prozent verdoppeln, bis 2010 rechnen die Forscher sogar mit einem Weltmarktanteil von 10 Prozent. Das RWI erklärt das mit der modernen Netzinfrastruktur und der steigenden Zahl der mobilen Internetnutzer. So entfallen zur Zeit fast ein Viertel aller ISDN-Anschlüsse weltweit auf Deutschland. Außerdem gibt es immer mehr SSL-Server, die die Übertragung verschlüsselter Informationen ermöglichen und so den Handel im Internet sicherer machen. Allerdings wird der E-Commerce in den kommenden Jahren laut RWI weltweit weniger stark wachsen als bisher angenommen. Während bisherige Untersuchungen eine jährliche Zunahme von bis zu 80 Prozent prognostizierten, gehen die Essener Wissenschaftler bis 2005 nur von einem jährlichen Anstieg von 40 Prozent aus – von einer halben Billion Dollar Umsatz im Jahr 2001 auf etwa zwei Billionen Dollar in 2005. Grund hierfür seien unter anderem Probleme bei Unternehmen mit der Integration komplexer Software-Lösungen.
Hans Groth





