Ein feuchtfröhlicher Abend mit Freunden: ausgelassene Stimmung, lautes Gelächter und jede Menge Alkohol. Das böse Erwachen folgt spätestens am nächsten Morgen, wenn der berühmt-berüchtigte „Kater“ zuschlägt. Der zeichnet sich durch Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und oft erhebliche Konzentrationsstörungen aus. Hinzu kommt ein quälender Nachdurst, der darauf beruht, dass Alkohol die Produktion des antidiuretischen Hormons (ADH) hemmt. Das sorgt im Körper dafür, einen Großteil der Flüssigkeit ins Blutgefäßsystem zurückzubefördern, die die Niere aus dem Blut filtert. Der dadurch bedingte Flüssigkeitsmangel (Dehydratation) ist für die unangenehmen Symptome eines Katers ebenso verantwortlich wie eine giftige Substanz namens Acetaldehyd, die beim enzymatischen Abbau des Alkohols in der Leber entsteht. Und da sich das Arbeitstempo der Leber nicht beschleunigen lässt – pro Stunde verringert sich der Blutalkoholspiegel bei Frauen um ein und bei Männern um maximal zwei Promille –, kann man den üblen Kater leider auch mit noch so raffinierten Methoden nicht vertreiben. Gegen das Kopfweh helfen allenfalls Schmerztabletten, die die Leber jedoch mit ihrem Abbau zusätzlich belasten.
Im Folgenden einige weitverbreitete Tipps gegen den Kater, die jedoch allesamt den Nachteil haben, dass sich mit ihnen der im Blut befindliche Alkohol sowie seine Abbauprodukte nicht vertreiben lassen. Allenfalls gegen den quälenden Nachdurst kann man mit reichlich Leitungs- oder Mineralwasser etwas tun.




