Vorbei sind die Zeiten, als schmucke Fensterrahmen aus Holz die Fassaden vieler Häuser zierten. Zu dieser Entwicklung hat nicht zuletzt der Skandal um Holzschutzmittel vor 20 Jahren beigetragen. Außerdem gilt Holz als nicht langlebig genug und bedarf regelmäßiger Pflege. Als Folge wird der Markt inzwischen von Aluminium- und Kunststoffrahmen beherrscht. „Das muß nicht sein”, sagt Stefan Friebel vom Fraunhofer-Institut für Holzforschung. „Mit modernen Lacken ist Holz konkurrenzfähig, und außerdem steht es in der Ökobilanz sowieso besser da als andere Werkstoffe.” Das Problem: Herkömmliche, deckend pigmentierte Lacke schützen Holz nur bis zu fünf Jahre lang vor Witterungseinflüssen und verbergen außerdem seine reizvolle Maserung. Transparente Lacke werden nicht angeboten, weil sie das Sonnenlicht durchlassen. Die UV-Strahlung spaltet nämlich den Holzbestandteil Lignin, der durch Regenwasser schließlich ausgewaschen wird. Dann haftet der Lack nicht mehr am Untergrund und löst sich ab. Friebel und seine Kollegen entwickelten jetzt neue transparente Holzlacke, die diese Nachteile nicht mehr aufweisen. Sie enthalten Substanzen, die die UV-Strahlung absorbieren oder reflektieren und so den Abbau von Lignin verhindern. Diese Lacke sind dauerhaft elastisch und gleichzeitig zäh und passen sich dem „Arbeiten” des Holzes an.





