Earl und seine Kollegen haben nun jedoch eine elegantere Lösung entdeckt: Sie stellten fest, dass Kügelchen im Nanomaßstab die Löcher weit besser und effektiver verstopfen können als die Fluoridbehandlung. Dadurch wird der Flüssigkeitsfluss in den Kanälen reduziert und die Schmerzen verschwinden. Bisher haben die Wissenschaftler zwar nur mit kommerziell erhältlichen Quarzpartikeln experimentiert, sie planen jedoch, für die endgültige Anwendung Kügelchen aus Hydroxylapatit zu verwenden. Dieses keramikähnliche Material ist der Hauptbestandteil sowohl des Dentins als auch des Zahnschmelzes und würde sich daher optimal in das natürliche Zahnmaterial einpassen.
Lediglich die Herstellung der Nanokügelchen muss noch optimiert werden, berichteten die Forscher. Durch eine Veränderung des pH-Wertes bei der Produktion gelang es ihnen bereits, statt der sonst entstehenden stäbchenförmigen Kristalle rundere, kleinere Partikel zu erhalten, die aber bislang noch zu groß für die Zahnbehandlung sind. In Zukunft sollen diese Nanokügelchen zusätzlich noch mit Fluorverbindungen ausgestattet werden, so dass sie nicht nur die Kanälchen verschließen, sondern gleichzeitig auch den Zahnschmelzaufbau fördern.
Jonathan Earl (Leeds University) et al.: Beitrag auf der EMAG NANO-Konferenz, Leeds




