Der wichtigste Durchbruch der letzten 50 Jahre ist das World Wide Web. Auf Platz 2 folgt die Erkenntnis, dass die Erbsubstanz DNA in jedem Lebewesen gleich funktioniert. Die erste Mondlandung ist auf Platz 3 gelandet. Das Ergebnis der Expertenumfrage zum 50-jährigen Jubiläum von bild der wissenschaft:
m Jahr 1997 publizierte die US-Zeitschrift Life eine Sonderausgabe zu den 100 wichtigsten Ereignissen, die das zweite Jahrtausend unserer Zeitrechnung prägten. An erster Stelle wurde die Erfindung des Buchdrucks von Johannes Gutenberg genannt. Eine Umfrage von bild der wissenschaft zu den wichtigsten Erfindungen im Frühjahr 1999 kam zum gleichen Ergebnis. Auch hier nahm der Buchdruck Platz 1 im Ranking ein. So weit, so gut. Doch was sind die wichtigsten Erkenntnisse, Erfindungen und Durchbrüche der jüngsten Zeit, etwa der letzten 50 Jahre?
Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens von bild der wissenschaft wollten wir von Forschern, Wissenschaftsjournalisten und Wissenschaftskommunikatoren genau das wissen. Gut 250 herausragende wissenschaftliche und technologische Entwicklungen des Zeitraums 1964 bis 2013 umfasste eine erste in Fleißarbeit erstellte redaktionelle Liste. Die Fülle dieser Vorschläge wurde vom bdw-Projektteam auf 50 reduziert und in einer ersten Runde Mitte September 2013 an externe Experten versandt – mit der Bitte um Ergänzungen.
Und die gab es überraschend zahlreich. Mitte Oktober bekam unsere Expertenrunde dann die finale Bewertungsliste zugeschickt. In ihr standen 100 Meilensteine zur Auswahl. Jeder Juror hatte 10 Punkte zu vergeben, maximal 3 für einen Meilenstein. Von den rund 300 angeschriebenen Experten gaben bis November 170 ihr Votum ab, darunter 70 Frauen. 9 Stimmen waren ungültig. Das Ranking unserer Umfrage sehen Sie links.
Alle von uns Befragten haben eng mit Forschung und Entwicklung zu tun. Dennoch ist die Bewertung natürlich subjektiv. Sicher ein Grund, weshalb Wissenschaftler sich nur ungern an solche Rankings heranwagen, wie wir bei der Vorbereitung selbst erlebt haben. Wissenschaftsjournalisten sind da mutiger.
Wir behaupten: Das Ergebnis einer solchen Umfrage ist eine ausgezeichnete Standortbestimmung dafür, was von den Abertausenden Forschungsresultaten wirklich als „außergewöhnlich” in den Köpfen hängengeblieben ist.
Wir stellen unser Rechercheergebnis hiermit zur Debatte und hoffen auf eine anregende und breite Diskussion unter wissenschaft@konradin.de
Ein großer Dank allen, die an unserer Befragung teilgenommen haben!
Wolfgang Hess





