von ULRICH EBERL
Dass einer der wichtigsten Unternehmenslenker der USA europäischen und insbesondere deutschen Firmen eine glänzende Zukunft auf dem Feld der Künstlichen Intelligenz (KI) prophezeit, kommt nicht alle Tage vor. Denn üblicherweise geht die Erzählung so: Europa hat bei der KI-Entwicklung wie schon beim Internet und den sozialen Netzwerken die Zukunft verschlafen. Hierzulande sind keine mächtigen Suchmaschinen wie Google entstanden, kein Facebook, Instagram, YouTube oder WhatsApp, keine Cloud-Plattformen wie die von Amazon oder Microsoft und ebenso keine KI-Sprachmodelle, die bei den Nutzerzahlen an ChatGPT von OpenAI oder Gemini von Google heranreichen. Doch im Januar 2026 sagte Jensen Huang auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu den europäischen Topmanagern im Saal, sie sollten den verpassten Softwaretrends nicht nachtrauern: „Überspringt einfach die Software-Ära! Heute übernimmt die KI das Programmieren für euch. Ihr in Europa habt eine unglaublich starke industrielle Basis. Verknüpft also eure Fertigungsprozesse mit KI. Robotik, die physische KI, das ist nun eure Chance, die sich nur einmal in einer Generation bietet.“





