Mehr Licht ins Dunkel einer kostengünstigen Solaranlagenproduktion – das ist das Ziel von US-Unternehmen mit vokalreichen Namen wie Global Solar, Miasolé, Nanosolar, Solyndra, SoloPower, HelioVolt oder NuvoSun. Helfen soll dabei CIGS: Das steht für Kuper-Indium-Gallium-Diselenid und ist ein potenter Halbleiter. Wirkungsgrade von 20,0 Prozent für CIGS-Zellen auf Glas und 17,5 Prozent auf Metallfolie konnten Wissenschaftler am National Renewable Energy Lab (NREL) der USA bereits an Prototypen nachweisen.
Solche Zahlen öffnen Geldbeutel. Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Greentech Media flossen in den letzten Jahren 2,3 Milliarden Dollar in die Finanzierung von CIGS-Firmen. Erstaunlicherweise haben fertige CIGS-Systeme nur einen Anteil von weniger als drei Prozent am weltweiten Solarmarkt. Das liegt daran, dass die Industrie sich bisher nicht einig war, wie man die höchsten Wirkungsgrade mit den geringsten Produktionskosten vereint. Herstellungsvarianten sind: Drucktechnik (Nanosolar), Kathodenzerstäubung (Miasolé), Galvanotechnik (SoloPower) und Aufdampftechnik (Global Solar).
Nanosolar ist erst das dritte Unternehmen in den USA, das mit der Massenproduktion von CIGS-Solarzellen begonnen hat: Branchenführer ist Global Solar, das seit 2008 Systeme in Tucson/Arizona und Berlin herstellt. 2008 lag die Produktion in den USA bei 6 Megawatt. Die 2005 gegründete Firma Solyndra mit Sitz in Fremont/Kalifornien begann ebenfalls 2008 mit der Produktion. Das Unternehmen machte jüngst Schlagzeilen durch den Bau einer zweiten Anlage, die ein 500-Millionen-Dollar Kredit des US-Energieministeriums ermöglichte.





