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Das macht ein Intelligent Enterprise aus
Seriöse, zukunftsträchtige Unternehmensführung stützt sich auf sorgfältig zusammengestellte Informationen. Intelligent Enterprises, respektive intelligente Unternehmen, gehen hierzu den derzeit am tiefsten digitalisierten Weg – und werden dadurch unter anderem besonders flexibel.
Bereits seit einigen Jahren läuft weltweit die vierte industrielle Revolution mit steigendem Tempo. Damit einhergehende Neuerungen wie Big Data, KI, Maschinenlernen und nicht zuletzt das Internet of Things stießen zahlreiche Paradigmenwechsel an und so manche althergebrachten Methoden vom Thron – darunter nicht zuletzt die Art und Weise, wie Unternehmen überhaupt aufgebaut sind, geführt werden und im täglichen Betrieb arbeiten.
Intelligent Enterprise, maßgeblich definiert durch den US-Professor und Wirtschaftsgelehrten James Brian Quinn, gehört aktuell zu den interessantesten und künftig bedeutendsten Ansätzen, was unternehmerisches Management und allgemeines Funktionieren anbelangt. Doch was macht intelligente Unternehmen aus? Was sind die Stärken dieser Herangehensweise und: wie kann eine Transformation zu einem solchen Betrieb erfolgen?
Seitdem die ersten menschlichen Hochkulturen damit begannen, ein Unternehmertum aufzubauen und dadurch die frühesten Formen von Wirtschaft zu praktizieren, entwickelten sich zahlreiche verschiedene Möglichkeiten, derart zu operieren – sowohl innerhalb eines Betriebs als auch außerhalb davon.
Wohl gab es im Verlauf der Zeiten immer wieder gewisse Trends oder Strömungen; nicht selten beeinflusst durch die allgemeine soziokulturelle und/oder politische Umgebung von Firmen. Dennoch entwickelten sich bereits frühzeitig einige „Core Values“, die sich bis heute behaupten und wohl niemals massiv ändern werden. Also Prinzipien, die ungeachtet aller anderen Faktoren als wichtigste Grundzutaten für gesundes wirtschaftliches Operieren gelten. Das sind unter anderem:
Fokus auf langfristige Gewinnträchtigkeit.
Fällen von Entscheidungen basierend auf sorgsam zusammengetragenen und analysierten Informationen.
Deutliche Orientierung am Willen des Kunden bzw. dem wirtschaftlich Notwendigen.
Sorgfältiger Umgang mit der „Ressource Mensch“ in Form der Mitarbeiter.
Kein Verzetteln in „Grabenkämpfen“ mit Konkurrenten und anderen Dritten.
Größtmögliche Kompetenz auf sämtlichen Entscheidungs- und Personalebenen.
Die Wirtschaftsgeschichte ist voller Beispiele für Fails, wenn Unternehmen oder sogar ganze Volkswirtschaften eine oder mehrere dieser Maximen für längere Zeit sträflich missachteten. Ein zeitgenössisches Beispiel dafür ist die sozialistische Wirtschaftspolitik der DDR – maßgeblich für das Scheitern des Staates Ende der 1980er verantwortlich.
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Dabei sind die genannten Erfolgskriterien zwar etabliert. Das bedeutet jedoch nicht, das „Wie“ ihrer Umsetzung sei in Stein gemeißelt. Eines der besten Beispiele hierfür ist das im zweiten Punkt angesprochene Fällen von Entscheidungen und das Zusammentragen der hierfür nötigen Informationen.
Insbesondere der technologische Fortschritt stieß hier immer wieder teils dramatische Umwälzungen dessen an, was als „vollständige Informationen“ definiert wurde. Hier sorgten speziell
Telegrafen,
Telefone,
Kommunikationssatelliten,
Computer und
das Internet
für eine seit nunmehr fast 200 Jahre andauernde Veränderung. Die Quintessenz: Jeder wirtschaftliche Entscheider konnte und kann durch die Erfindungen in einem gegebenen Zeitraum immer mehr Informationen einholen.
Das führt uns direkt in die aktuelle Gegenwart. Seit einigen Jahren befinden wir uns an einem Punkt, an dem die schiere Menge verfügbarer Daten schlicht zu umfassend und vielfältig geworden ist, um sie noch nach menschlichen Maßstäben „sorgfältig“ analysieren zu können – insbesondere für den einzelnen Entscheider. Für Firmen entstehen dadurch verschiedene Gefahren. Sei es das Übersehen wichtiger Informationen oder ein zu träges Reagieren auf Veränderungen. Kern des Problems:
Sehr viele Daten
Häufige Änderungen
Äußerst kurze Reaktionszeiträume
Hier setzt das Prinzip von Intelligent Enterprise an. Dabei handelt es sich letztlich um nichts anderes als das Anerkennen der heutigen (technologiebedingten) unternehmerischen Realitäten und eine ebenfalls technologische Reaktion darauf – sowohl zur Nutzung der Möglichkeiten als auch der Negierung der Risiken.
Einfach gesprochen bedeutet Intelligent Enterprise folgendes: Ein Unternehmen verwendet im Höchstmaß digitale („intelligente“) Technologien; primär sind das
Cloud-basierte Anwendungen,
Künstliche Intelligenz und
das Internet of Things.
Diese Techniken werden genutzt,
um ein Maximum an Daten bzw. Informationen zu erheben,
daraus extrem detaillierte Echtzeit-Einsichten über das Unternehmen, seine Kunden und das marktwirtschaftliche Umfeld zu erheben und
die aktuell umfassendsten Grundlagen für wirtschaftliche Entscheidungsfällungen zu erhalten.
Anders ausgedrückt: Intelligent Enterprises sind Unternehmen, welche schlichtweg bereits die einzige sinnvolle Schlussfolgerung gezogen haben. In einer Welt, die täglich umfassender digitalisiert wird, kann nur eine ebenfalls umfassende Digitalisierung helfen, weiterhin nach den unumstößlichen Grundregeln von gesundem, seriösem Wirtschaften zu agieren.
Insofern sind Intelligent Enterprises heute in vielen Ländern und/oder Branchen noch eine Art Avantgarde. Doch ähnlich, wie die ersten Firmen mit Computern vor über einem halben Jahrhundert derartige Vorreiter waren, dürfte dieses Prinzip ebenfalls zeitnah einen umfassenden Trickle Down Effect erleben. Was heute einige herausstehende Betriebe und Konzerne sind, dürfte in nur wenigen Jahren so üblich geworden sein wie heute der internetangebundene PC, der sich an faktisch jedem Büroarbeitsplatz findet.
Dabei bedeutet Intelligent Enterprise jedoch keinesfalls, beispielsweise einer KI das Ruder zu überlassen oder stur möglichst viele Prozesse zu digitalisieren und sich nicht mehr um Erfahrung und Ähnliches zu scheren. Es geht primär darum, das gesamte Geschäft flexibler, reibungsärmer, wirtschaftlicher und besser auf die Partikularinteressen aller Kunden abgestimmt zu machen – unter dem Eindruck und der Mithilfe des heutigen technischen und soziokulturellen Standes der Digitalisierung.
Daher wäre es völlig falsch, Intelligent Enterprise lediglich als einen Trend oder eine von vielen möglichen Spielarten zu betrachten. Es ist vielmehr ein Gattungsbegriff für eine zentrale Art des wirtschaftlichen Operierens sowie des Denkens und Handelns aller Akteure in einer Firma.
Präziser, vorausschauender, besser: Die Stärken des Intelligent Enterprise Approach
Viele Mitarbeiter mussten nicht bloß den Umgang mit diesen Geräten erlernen, sondern – was meist noch schwieriger war – lernen, den Schlussfolgerungen der Mainframes zu vertrauen. Diesbezüglich waren die damaligen Probleme deutlich größer als heute, wo sämtliche Mitarbeiter zumindest seit Jahrzehnten in einer beständig digitaler werdenden Welt leben.
Die Computer lieferten Informationen, die sich nicht unbedingt mit dem deckten, was selbst erfahrene Mitarbeiter schlussfolgerten. Aufgrund der Komplexität (und der damals sehr geringen gesellschaftlichen digitalen Fähigkeiten) sorgte das für Zweifel.
Es gab Ängste, durch die Arbeit der Geräte ersetzt zu werden; also seinen Job zu verlieren.
Sowohl die allgemeine Arbeitsweise der Computer als auch der Umfang der durch sie verarbeiteten Daten und das dabei vorgelegte Tempo sorgten für viel Unverständnis.
Aufmerksame werden vielleicht die Parallelen zu späteren Phasen der unternehmerischen Digitalisierung erkennen – zweifelsohne wird das gesamte Konzept des Intelligent Enterprise mit ähnlichen Dingen konfrontiert werden, wenn es in den kommenden Jahren größere Verbreitung finden wird.
Doch ebenso wie damals, als sich erst Großrechner, dann PCs, interne Netzwerkverbindungen, das Internet und ähnliche Techniken bzw. Prinzipien etablierten, dürfte Intelligent Enterprise zweifelsohne mit der Zeit akzeptierte Normalität werden – ähnlich, wie sich heute wohl keine Büroassistenz mehr sträuben dürfte, einen Großteil ihrer Arbeit mit Computer, Smartphone, digitalen Kalendern und Ähnlichem zu erledigen.
Der Grund ist damals wie heute ganz simpel: Was das wirtschaftliche Operieren anbelangt, überwiegen die Vorteile alles andere – und zwar deutlich. Bei Intelligent Enterprise sind das vornehmlich die folgenden Punkte:
Prozesse werden deutlich verschlankt. Das ermöglicht es nicht zuletzt dem gesamten Team, sich auf wichtigere Arbeiten zu fokussieren – was wiederum Geld spart und das Operieren insgesamt effizienter macht.
Entscheider erhalten die aktuell bestmöglichen Informationen, auf deren Basis sie die für das kurz- und langfristige Operieren seriösesten Entscheidungen treffen können. Durch die extrem digitale Herangehensweise bleibt zudem kein Spielraum für möglicherweise fatale Fehlinterpretationen – ungleich zu anderen (Big) Daten-basierten Ansätzen.
Viele der wirkmächtigsten Risiken für und durch Fehlentscheidungen werden mitigiert oder gänzlich entfernt. Das bietet eine stark erhöhte Sicherheit für eine gesunde Zukunft des Unternehmens.
Die Erfahrung und Zufriedenheit der Kunden werden deutlich gesteigert. Denn durch die umfassende Analyse von Daten und deren Verarbeitung mithilfe von künstlicher Intelligenz können deutlich besser personalisierte Herangehensweisen gewählt werden. Zusammen mit der Zufriedenheit steigen erwartungsgemäß so wichtige klassische Faktoren wie Kundentreue sowie Häufigkeit und Höhe der erzielten Umsätze.
Das Unternehmen arbeitet insgesamt viel stärker datengetrieben. Eine solche Kultur (die in Intelligent Enterprises nicht nur die Führungsebenen betrifft) sorgt erfahrungsgemäß für viel rationalere Prozesse, weil es Risikofaktoren wie Bauchgefühle und Mutmaßungen bzw. Spekulation aus der Gleichung entfernt.
Die Prozesse des Hauses werden insgesamt beschleunigt und viel flexibler gemacht. Die Firma kann daher mit einer bislang ungekannten Geschwindigkeit (und Präzision) auf innere und äußere Veränderungen reagieren. Gleichsam sind die Systeme für die Umsetzung des Intelligent Enterprise im Höchstmaß skalierbar – nicht nur, aber besonders aufgrund des stark Cloud-fokussierten Ansatzes.
Intelligent Enterprises zeichnen sich durch eine enorme Vorhersagentreue aus. Das gestattet es, neue Ideen, Produkte, Dienstleistungen und Ähnliches im Vorfeld digital mit enormer Detailtreue zu simulieren. Dadurch lässt sich bestens abschätzen, ob beispielsweise eine neue Geschäftsidee ein guter Weg wäre – oder in einer Sackgasse münden könnte.
Das Prinzip an sich ist durch seine Zukunftsträchtigkeit sehr attraktiv, um eine neue Generation von Fachkräften für einen Betrieb als Arbeitgeber zu begeistern. Wenn in den kommenden Jahren die ersten Mitglieder der Generation Alpha auf den Arbeitsmarkt strömen, wird das enormen Wert beweisen. Denn diese Menschen, aktuell allesamt noch schulpflichtig und höchstens im Teenager-Alter, sind noch viel stärker digitalisiert als ihre Vorgänger, die Generation Z. Gleichsam ermöglichen diverse Tools eines Intelligent Enterprise, absolut passgenaue Bewerber für eine Stelle zu finden – gerade in Erwartung eines sich kaum abmildernden Fachkräftemangels ist das unschätzbar wertvoll.
Last, but not least, ist das intelligente Unternehmen für jeden einzelnen seiner Mitarbeiter ein gigantischer Multiplikator. Anders formuliert: Dank der dazugehörigen Techniken kann jedes Teammitglied ein Maximum an Leistung erzielen, ohne sich dabei „zu verzetteln“ oder „zu verbrennen“. Das gilt sowohl deshalb, weil die Technik repetitive und andere unangenehme Routinen übernimmt als auch, weil sie jedem menschlichen Mitarbeiter verschiedene Werkzeuge an die Hand gibt, um seine Aufgaben so schnell und akkurat wie möglich durchzuführen.
Ein Intelligent Enterprise hat – wie kein anderes Unternehmen – eine nach derzeitigem Stand der Technik maximale Awareness über sämtliche relevanten Belange. Es ist sich selbst gegenüber im positiven Sinne so transparent, wie es Mitte der 2020er überhaupt möglich ist. Gleichsam erzielt es eine maximale Leistungsfähigkeit einer gegebenen Belegschaftsstärke.
Gerade in hochkompetitiven Märkten mit stark heterogener Zielgruppe kann das bereits heute einen signifikanten Unterschied machen. Je mehr Firmen und deren Entscheider die Vorteile erkennen, desto stärker wird das gesamte Prinzip zu einer ebensolchen Normalität im Business werden, wie es heute die Firmen-Website oder der Computerarbeitsplatz sind.
Von Umsetzern und Unterstützern: Intelligent Enterprise in der Unternehmenswelt
Intelligent Enterprise wäre nicht mehr als eine schön klingende Idee für ein Mindset, gäbe es nicht eine Reihe von Firmen, die das Konzept bereits umsetzen – und ebenso Firmen, welche die nötigen Werkzeuge liefern.
Deutschlands digitales „Kronjuwel“, SAP, ist wohl zweifelsohne eines der besten Paradebeispiele für einen Konzern, der beides tut – nach den Prinzipien des Intelligent Enterprise arbeiten und Werkzeuge dafür zur Verfügung zu stellen. Für letzteres steht SAP BTP – Business Technology Platform. Ein multipel skalierbares PaaS-System, das sämtliche Bausteine für die Umsetzung von betrieblichem Intelligent Enterprise auf einer Plattform zur Verfügung stellt.
In Sachen Größe, Leistungsfähigkeit und Umfang kann das baden-württembergische Unternehmen damit ein Werkzeug ins Rennen führen, das nur wenige Konkurrenten fürchten muss.
Dabei sei eines unterstrichen: Es ist definitiv nicht so, als sei Intelligent Enterprise nur etwas, mit dem sich große Konzerne befassen müssen oder würden. Die Nützlichkeit des Prinzips gilt völlig unabhängig von wirtschaftlichen Faktoren wie Belegschaftsstärke und Jahresumsätzen. Aktuell sind es gerade viele kleine, eher junge Unternehmen, die entweder die Transformation wagen oder gleich als Intelligent Enterprise gegründet werden.
Dem gegenüber stehen jedoch ebenso einige ganz große Namen, die zu den Vorreitern eines maximal digitalisierten Arbeits- und Führungs-Mindsets gehören. Etwa:
Alibaba
Amazon
Google
IBM
Microsoft
Netflix
Salesforce
Tesla
Walmart
Dabei sei einmal mehr deutlich unterstrichen: Wir befinden uns erst am Anfang von etwas, das alle Potenziale hat, um eine große Erfolgsgeschichte zu werden. Bereits in wenigen Jahren dürfte es kaum noch möglich sein, derart simple Listen von Intelligent Enterprises aufzustellen.
Es ist schon heute schwierig, wenn man sich auf kleinere Firmen zwischen dem spanischen Delivery-Startup Glovo und dem auf das Thema Reise aus B2B-Sicht fokussierten irischen Betrieb Boxever (übernommen 2021 durch Sitecore) fokussiert.
Diese Tatsache ist nicht zuletzt wichtig für heutige Entscheider: Intelligent Enterprise ist heute noch an einem Punkt, an dem anwendende Firmen dadurch je nach Branche ein starkes Alleinstellungsmerkmal generieren und sich so von den Konkurrenten abheben können. Doch es wird nicht mehr lange dauern, bis sich das Prinzip zu einer ebensolchen Normalität entwickelt, wie heute das Nutzen einer Cloud as-a-Service oder die Suchmaschinenoptimierung zwecks Verbesserung der Sichtbarkeit der eigenen Website.
Damit stellt sich nicht zuletzt eine wichtige Frage, der wir uns im finalen Kapitel widmen werden: Wie kann ein „herkömmliches“ Unternehmen zu einem Intelligent Enterprise werden?
Zwischen Geisteshaltungen und Handlungsweisen: So werden Firmen intelligent
Ja, ein Intelligent Enterprise stützt sich maßgeblich auf verschiedene technische Module. Allerdings lässt sich kaum beschreiben, wie wichtig eine entsprechende Geisteshaltung aller Akteure im Haus ist. Denn nur wenn sämtliche Entscheider und Mitarbeiter fähig sind „intelligent“ zu denken und zu handeln, lässt sich das Prinzip wirklich umsetzen.
Insofern stellt eine Änderung der eigenen Einstellung bzw. Denkweisen gleichsam den ersten und alle anderen Punkte übergreifenden Schritt dar. Bedeutet: Alle müssen ein sogenanntes Cloud Mindset erlernen und pflegen. Das umfasst ein Denken und Handeln, ganz ähnlich wie es durch XaaS-Technikprodukte vorgegeben wird.
Hierunter fallen beispielsweise folgende Dinge:
Bevorzugen von und Arbeiten mit Technologien, die nicht lokal vorhanden sind – und oft nur angemietet. Also ähnlich wie beim Cloud Computing und anderen XaaS-Systemen.
Ständige Bereitschaft für sehr agile und skalierbare Handlungen und Entscheidungen. Also die Akzeptanz eines ständigen und oft kurzfristigen Wandels.
Kollaboration, indem alle Mitarbeiter und Abteilungen viel stärker als bisher miteinander verflochten werden und interagieren. Unter anderem muss dafür durch Führungskräfte jeglichem internen Konkurrenzgebaren ein Riegel vorgeschoben werden.
Datengetriebene Entscheidungsfindung als einziger Modus Operandi. Im Gegensatz zu weniger intelligenten Herangehensweisen werden Big Data und Co. also nicht nur ein Teil des Entscheidungsprozesses, sondern dessen maßgebliche, mitunter sogar einzige Grundlage.
Größere Flexibilisierung. Wohl haben Mitarbeiter in einem Intelligent Enterprise immer noch ihre beruflichen Schwerpunkte. Durch die Leistungsfähigkeit der Systeme können sie jedoch gänzlich anders arbeiten und andere Aufgaben übernehmen – während Routinen völlig der Technik überlassen werden.
Bereitschaft zu ständigem Lernen, Verändern und Weiterentwickeln. Ein Intelligent Enterprise ist ein im Höchstmaß bewegliches Unternehmen, das keinerlei Stillstände akzeptiert. Wer hier arbeitet, muss deshalb gewillt sein, ebenso ständig wandlungsfähig zu sein.
Angesichts dieses Umfangs mutet das Thema IT für die Wandlung geradezu nebensächlich an. Denn im Kern geht es „nur“ darum, ein ERP zu integrieren, das von Grund auf für ein Intelligent Enterprise geeignet ist. Ist das erledigt, werden KI und diverse Cloud-basierte Bausteine integriert, wie es die Ausrichtung der Firma verlangt.
Da vor allem die nicht greifbaren Änderungen so schwerwiegend sind (insbesondere bei einer langjährig in ihren Prozessen „eingefahrenen“ Belegschaft“), dürften die meisten Betriebe gut beraten sein, sich bei der Transformation durch externe Partner unterstützen zu lassen.
Denn es bedeutet definitiv Arbeit,
ein Unternehmen erst umfassend zu analysieren,
darauf basierend seine Stärken, Schwächen und Bedürfnisse zu definieren,
eine entsprechende Roadmap zu skizzieren,
die benötigten Systeme zu finden und zu integrieren und
das gesamte Team hinsichtlich einer „intelligenten“ Denk- und Arbeitsweise zu schulen.
In Eigenregie können das eigentlich nur Firmen leisten, die über eine überragende Digitalisierung in Technik, Prozessen und Mindset verfügen – bloß stehen solche Häuser dadurch automatisch bereits an der Schwelle zu einem Intelligent Enterprise.
Doch so mühsam dies in einigen Häusern sein kann, so sehr müssen gerade Entscheider das gesamte Thema als Zukunft des wirtschaftlichen Operierens betrachten. Für eine breite Einführung des Digital-Enterprise-Modells lautet die Frage nicht mehr „ob?“, sondern lediglich „wann?“.
Zusammengefasst
Intelligent Enterprise bedeutet nichts anderes, als in Denken und Handeln ein Unternehmen entsprechend den Herausforderungen und Möglichkeiten einer zutiefst digitalisierten Ära zu lenken – indem eben diese digitalen Werkzeuge stets zum größtmöglichen Vorteil des Hauses eingesetzt werden.
Tatsächlich gibt es je nach Branche bereits heute kaum noch eine mittelfristig tragfähige Alternative zu dieser Einstellung, die im Alltag so viel mehr ist als nur eine andere Form des Managements. Die Zukunft wird durch die Digitalisierung definitiv noch viel intelligenter – dementsprechend müssen Firmen aller Couleur es ebenfalls werden, um weiterhin Chancen zu haben.
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