Das Kürzel WLAN steht für eine Technologie, die einen besonders bequemen und vielseitigen Zugang zum Internet ermöglicht. Bei einem Wireless Local Area Network (deutsch: kabelloses lokales Netz) kommunizieren herkömmliche Rechner oder mobile Geräte wie Handys, PDAs und Laptops per Funk mit einer festen Basisstation, oft auch Access Point genannt. Die Basisstation steuert den Austausch von Daten verschiedener Geräte untereinander – oder sie öffnet den Weg ins World Wide Web.
In vielen Wohnungen und Unternehmen wird WLAN inzwischen genutzt, um die Kommunikation zwischen den angeschlossenen Computern und deren Zugang zum Internet zu ermöglichen, ohne dazu extra Kabel verlegen zu müssen. Auch in immer mehr öffentlichen Ge-bäuden wie Bahnhöfen, Flughäfen und Bibliotheken sowie in einigen Restaurants und Cafés gibt es Funknetze auf der Basis von WLAN.
Zwar kann man sich auch über GPRS oder UMTS ins Internet einwählen und beispielsweise E-Mails verschicken, aber die Übertragung der Daten per WLAN geht schneller: Der bislang in Europa am meisten genutzte WLAN-Standard mit dem Kürzel 802.11b erlaubt es, Datenpakete von bis zu 11 Megabit pro Sekunde zu senden und zu empfangen. Das ist rund fünfmal so schnell wie mit dem Mobilfunkstandard UMTS und etwa 80-mal so schnell wie mit der GPRS-Technologie. Ein neuerer Standard (802.11g) schafft sogar eine Übertragungsgeschwindigkeit von 54 Megabit pro Sekunde.
Die WLAN-Antennen nutzen zum Versenden der Daten ein Frequenzband bei etwa 2,4 Gigahertz. Der Nachteil ist allerdings die kurze Reichweite. Im Freien hat der Empfangsbereich einer WLAN-Antenne je nach Bebauung einen Radius von maximal 100 bis 300 Metern. Häuser und vor allem Metallisches wie Fahrzeuge in der Umgebung beeinträchtigen die Datenübertragung. Innerhalb von Gebäuden sinkt die Reichweite auf bestenfalls ein paar Dutzend Meter.
Während in vielen neuen Laptops ein Sende- und Empfangsmodul für WLAN integriert ist, muss man ältere Geräte durch eine Zusatzkarte aufrüsten. Die WLAN-Karte wird an der USB-Buchse des Rechners angeschlossen. Auf ähnliche Weise lassen sich auch manche PDAs und Handys fit machen für die Funktechnologie. Mobiltelefone und Minicomputer, in denen ein entsprechendes Modul bereits eingebaut ist, sind bisher noch selten.





