Von solchen Geschichten lebt das Buch der beiden Geologen Jelle Zeilinga de Boer und Donald Theodore Sanders. Anhand von neun Vulkan-Katastrophen erzählen sie, wie Menschen mit der Naturgewalt umgegangen sind und wie sich die Katastrophe auf ihr Leben ausgewirkt hat. Dabei verbinden sie Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Herausgekommen ist ein
detailreiches, spannendes Potpourri.
Der Untergang von Pompeji und Herkulaneum 79 n. Chr. hat die Menschen nachhaltig beeinflusst. Schriftsteller wie Goethe oder Mark Twain schrieben noch über 1500 Jahre später über den Vesuv, Maler wie Degas oder Turner malten den Vorzeige-Vulkan. Und die Pracht der ausgegrabenen Villen hat im Neoklassizismus Architekten und Künstler inspiriert.
Die Autoren schlagen den Bogen vom bronzezeitlichen Ausbruch des Thera über den Krakatau bis zum Mount St. Helens 1980. Ein Einführungskapitel über Vulkanismus und ein Glossar runden das Buch ab.
Klaus Jacob




