Das Computerprogramm lief nun mehrere tausend Mal ab und erzeugte so viele unterschiedliche elektronische Schaltkreise. Ein genetischer Algorithmus sollte dabei sicherstellen, dass die Anordnungen dem gewünschten Ziel ? der Herstellung eines Oszillators ? in einem der natürlichen Evolution verwandten Verfahren näher kommen würden. Dazu wurden Schaltkreise, deren Ausgangssignal besser oszillierte, mit einem “Vorteilsfaktor? versehen.
Das Computerprogramm war so in der Tat in der Lage, einen Oszillator für eine Sinusschwingung zu erzeugen. Zur großen Überraschung der Forscher erzeugte der fertige Schaltkreis allerdings diese Schwingung nicht selbst ? er empfing vielmehr eine elektrische Schwingung eines sich in der Nähe befindlichen Computers und gab diese wieder. Der Schaltkreis hatte so gewissermaßen betrogen und sich spontan in einen Radioempfänger verwandelt. Als Antenne diente dabei die elektrische Grundplatte.
Die Forscher glauben, dass eine spontane Mutation eines Schalter-“Gens? zu dem Radioempfang geführt hat. Die genaueren Zusammenhänge dieses überraschenden Ausgangs liegen allerdings noch im Dunkeln.





