Eines Tages wird es Maschinen geben, die dem Menschen überlegen sind davon ist Daniel Hillis fest überzeugt. Nach Meinung des amerikanischen Computerspezialisten lässt sich das Gehirn letztlich auf eine…
Eines Tages wird es Maschinen geben, die dem Menschen überlegen sind davon ist Daniel Hillis fest überzeugt. Nach Meinung des amerikanischen Computerspezialisten lässt sich das Gehirn letztlich auf eine komplexe Schaltung von Nervenzellen reduzieren. Das macht eine Mensch-Maschine möglich. Der Weg dahin soll über die so genannte simulierte Evolution erfolgen: Programme und Maschinen entwickeln und kontrollieren sich selbst, und nur die besten überleben. Der Mensch muss nur die Startbedingungen für diesen Prozess schaffen, meint Hillis. Wäre es zulässig, eine solche Maschine abzuschalten? Darüber streiten Philosophen und Naturwissenschaftler schon seit längerem.
Das Buch gibt einen Einblick in die Philosophie der Maschinenlogik und in die Entwicklungsgeschichte von Computern und Programmierung: vom simplen Rechner aus Spielzeugbausteinen über hochleistungsfähige Parallelrechner bis in die Zukunft der Künstlichen Intelligenz.
Für ein derart komplexes Thema sind 186 Seiten nicht viel. Entsprechend fehlt oft der Bezug zur Praxis anhand von Beispielen, und etliche Sprünge im Text lassen den Leser stolpern.
Dazu kommt, dass die Meinungen Hillis zum Thema Mensch-Maschine oft recht gewagt wirken, da er Belege schuldig bleibt.
Trotzdem: Das Buch gibt viele Denkanstöße zum heiß umstrittenen Thema Künstliche Intelligenz.
Sebastian Moser