Während alle Welt über CO2-Emissionen streitet, wollen zwei Industriebetriebe in Kanada ein Recyclingverfahren für das Treibhausgas einrichten: Die Fabrik von Shell Chemicals in Scotford, Alberta, will künftig 60 Prozent ihres gegenwärtigen CO2-Ausstoßes an die benachbarte Firma Air Liquide verkaufen. Die will das Gas dann für die Herstellung von Erfrischungsgetränken reinigen, berichtet der australische Rundfunk, die ABC.
Kohlendioxid ist ein farbloses und geruchloses Gas, das bei Verbrennungsvorgängen entsteht. Es gilt als folgenschweres Treibhausgas. Unter hohem Druck verbindet sich CO2 mit Wassermolekülen zu Kohlensäure. Wird der Druck vermindert, so zerfällt die Kohlensäure wieder in Wasser und CO2, das in kleinen Blasen aus dem Erfrischungsgetränk steigt.
Letztendlich passiert das auch mit dem wiederverwertetem Gas von Air Liquide: Jedes mal wenn eine Getränkedose geöffnet wird, verflüchtigt sich das CO2 in der Atmosphäre. Die weniger umweltfreundliche Alternative wäre jedoch, das Kohlendioxid speziell für Getränke herzustellen.
Im Gegenzug wird Air Liquide die Fabrik von Shell Chemicals mit Energie versorgen. “Es ist eine Art Partnerschaft, die uns hilft, Emissionen zu reduzieren und Energie zu sparen”, sagt Karl Blonski, einer der Manager der Chemiefabrik von Shell.
Adam Bostanci





