Internet im Auto könnte bald zur Normalität gehören, wenn es nach der Firma IBM geht. Auf der Computermesse Cebit 2001 zeigt das Unternehmen ein Modellfahrzeug mit Zugang zum World Wide Web, Freisprecheinrichtung und Navigationssystem. Das sogenannte “InCar Computing” soll bereits marktreif sein.
Über die Freisprecheinrichtung kann der Fahrer auf Dienste im Internet zugreifen und sich über den aktuellen Wetterbericht, Verkehrsdurchsagen oder Kinoprogramme informieren. Auch die Reservierung von Hotelzimmern oder Restauranttischen soll möglich sein. Will der Fahrer eine Fähre oder einen Zug erreichen, errechnet die Naviationshilfe seinen ungefähren Ankunftszeitpunkt und bucht entsprechend.
Autopannen aufgrund eines leeren Tanks sind künftig nicht mehr möglich: Das Auto merkt rechtzeitig, wenn das Benzin zur Neige geht und teilt dem Fahrer automatisch den Weg zur nächsten Tankstelle mit. Auch für Selbstständige soll es Erleichterungen geben: Ein elektronisches Fahrtenbuch zeichnet jede Autofahrt automatisch auf. Das System ist laut IBM bereits durch die Finanzämter anerkannt.
Beim Modellfahrzeug auf der Messe, einem Porsche Boxster, lässt sich auch die Muskelkraft des Fahrers schonen: Das Verdeck des Cabrios öffnet und schließt sich automatisch durch den Tastendruck eines Handys.
Entwickelt wird das “InCar Computing” vom IBM-Geschäftsbereich Automotive sowie mehreren Automobilherstellern und Zulieferfirmen. IBM stellt dabei die Teile nicht nur zusammen sondern liefert eigene Systeme, wie die Spracherkennung und robuste, kleine Festplatten. Eine neuartige Client-/Server-Struktur garantiert das Funktionieren der Dienste.
Almut Bruschke-Reimer





