Da nur ein kleines Team mit der Entwicklung von “Lava” betraut ist, hoffen die Entwickler, dass sich möglichst viele interessierte Programmierer mit der Sprache beschäftigen und Verbesserungsvorschläge einbringen, ähnlich wie im Anfangsstadium des Betriebssystems “Linux”. Die Programmiersprache lässt sich auf der Lava-Homepage herunterladen. Die Forscher wollen das System auf der CeBIT 2001 in Hannover vom 22. bis 28. März 2001 in Halle 16, Stand D59 vorstellen.
Der Bedarf an neuen Computerprogrammen ist groß, doch bis eine neue Software entwickelt ist, vergeht viel Zeit. Informatiker des GMD-Forschungszentrums Informationstechnik arbeiten aus diesem Grund an einer neuen Programmiersprache, die mit vorgefertigten Elementen auskommt. Einzelne Teile der neuen Sprache, die “Lava” getauft wurde, sollen sich wie Steine aus einem Lego-Baukasten kombinieren lassen.
Den größten Vorteil der neuen Sprache sehen ihre Entwickler darin, dass künftig nur ein Bruchteil der sonst beim Programmieren benötigten Schreibarbeit anfallen wird. Gearbeitet wird mit einer überschaubaren Menge von Anweisungen, Ausdrücken und wiederverwendbaren Programm-Mustern. Typische Programmierfehler, wie falsch gesetzte oder fehlende Klammern sollen nicht mehr vorkommen. Mit der Sprache programmierte Software wird letztlich aus bekannten Bausteinen bestehen, die auch später noch überschaubar und leicht zu warten sind.
Almut Bruschke-Reimer





