Eine spezielle Datenbrille, die ihrem Träger Informationen über den Gegenstand vermittelt, den er sich gerade ansieht, hat das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz in Kaiserslautern entwickelt. Das Team um Andreas Dengel benutzt einen sogenannten Eyetracker: In den Brillenrahmen ist eine Kamera integriert, die das Blickfeld des Trägers erfasst. Auf dessen Augen wiederum sind zwei Infrarotkameras gerichtet, die die Blickrichtung erkennen. Aus diesen Daten lässt sich auf das Interesse des Brillenträgers schließen. Im nächsten Schritt stellt die Brille eine Verbindung zum Internet her, und über einen Kopfhörer werden Informationen zum betrachteten Objekt abgespielt. So verschmilzt die reale Welt mit dem Internet zu einer „Augmented Reality” (Erweiterten Realität).
Einen Prototyp der Brille haben die Wissenschaftler erfolgreich im Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern getestet. „ Museum Guide 2.0″ lokalisiert, welches Exponat gerade angeschaut wird und erklärt dann die Hintergründe dazu. Das System könnte auch als Touristenführer eingesetzt werden, der Gebäude oder Sehenswürdigkeiten identifiziert und passende Informationen dazu liefert.





