Einen besonders robusten und kostengünstigen Werkstoff zur Herstellung von „Stacks” in Hochtemperatur-Brennstoffzellen haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme IKTS in Dresden entwickelt. Stacks sind das Herz von Brennstoffzellen. Sie bestehen aus mehreren dünnen, übereinander gestapelten Plättchen, an deren Oberfläche die Brennstoffe durch einen elektrochemischen Prozess direkt in elektrische Energie umgewandelt werden. Im Gegensatz zu Niedertemperatur-Brennstoffzellen, deren Stacks aus Polymeren bestehen, haben Hochtemperatur-Brennstoffzellen den Vorteil, dass sie nicht nur reinen Wasserstoff in Strom umwandeln können, sondern verschiedene Brenngase, zum Beispiel Methan, Erd- und Biogas. Sie erreichen dabei Wirkungsgrade von mehr als 90 Prozent. Allerdings müssen die Stacks Temperaturen um die 1000 Grad Celsius aushalten. Viele bisherige Werkstoffe hatten damit Probleme und hielten zum Teil nur etwa 1500 Stunden. Der neue Verbundstoff besteht aus Metall, Keramik und Glas, Edelmetalle enthält er nicht. Er erwies sich in ersten Versuchen als sehr beständig: Die Stacks hatten eine Lebensdauer von über 5000 Stunden.
Die Brennstoffzellen sollen ab 2009 vor allem in mobilen Stromgeneratoren für Campingfahrzeuge, Boote, Lkws und Pkws eingesetzt werden.





