Eingebettet in eine flexible Gummischicht enthält das Display ein Gitter aus organischen Transistoren, auf denen 144 Kunststoffhebelchen sitzen. Das Material der Hebel ist insgesamt negativ geladen, enthält aber einige positiv geladene Lithiumionen. Wird an die Hebelchen eine Spannung angelegt, wandern alle Lithiumionen zum negativen Pol, einer Elektrode unterhalb der Kunststoffbälkchen. Durch die versammelten Ionen beginnt sich der Kunststoff an der Unterseite des Hebels auszudehnen, was eine Biegung des gesamten Bälkchens verursacht. Dabei werden winzige, an der Spitze der Hebel angebrachte Vierecke angehoben, die wiederum kleine Beulen in der Gummioberfläche erzeugen. Wird die Spannung abgeschaltet, verteilen sich die Ionen wieder im Kunststoff und die Ausbuchtungen verschwinden.
Die Auf- und Abbewegung der Hebelchen dauert zwar nur etwa eine Sekunde und ist damit schnell genug, um ein Buch oder eine Textnachricht zu lesen. Um effektiv mit dem Display arbeiten zu können, muss die Geschwindigkeit jedoch noch gesteigert werden. Das könnte gelingen, indem die Transistoren weiter verkleinert werden, wozu Someya jedoch Nanofabrikationstechniken einsetzen müsste. Sollte das System Marktreife erlangen, wäre es auf jeden Fall flexibler und mit einem Preis von etwa 100 Dollar auch deutlich günstiger als die herkömmlichen Modelle, die momentan mehr als 3.500 Dollar kosten, glaubt Someya.





