Bohren mit Mikrowellen: Diese Idee haben israelische Wissenschaftler mit einem neuartigen Werkzeug umgesetzt. Geräuschlos, ohne Staub und ohne drehende Teile bohrt es Löcher mit mehreren Millimetern Durchmesser in Beton, Keramik, Glas oder Silizium ( Science, Band 289, S. 587).
Bei dem neuen Verfahren erhitzen Mikrowellen das Material in einem eng umrissenen Bereich an der Oberfläche. Dabei wird es so weich, dass die Bohrspitze einfach ins Material eingedrückt werden kann. Mit dieser Technik ließ sich beispielsweise in weniger als einer Minute ein zwei Zentimeter tiefes Loch in Beton bohren, berichten die Forscher von der Universität in Tel Aviv. Da die Entwicklung vergleichsweise billig umzusetzen sei, erhoffen sich die Wissenschaftler eine breite Anwendung in Industrie und Forschung.
ddp/bdw – Ulrich Dewald





