Fischreste sind das ideale Ausgangsmaterial für Biowindeln, behauptet der amerikanische Ernährungswissenschaftler Srinivasan Damodaran von der Universität Wisconsin. Laut Damodaran gibt es in Fischen ein geruchloses Protein, aus dem man ein Gel gewinnen kann, das das 600-fache seines Gewichts in Form von Wasser aufnimmt. Füllt man das Gel in Windeln, hat ein Baby allerhand zu tun, bis die Windel voll ist.
Zur Herstellung des Gels will der Forscher Tiere nutzen, die Fischern ins Netz gehen, aber für den Esstisch ungeeignet sind. Das seien weltweit etwa 20.000 Millionen Tonnen Fische.
Windeln aus Fischgel haben nicht nur eine gewaltige Aufnahmekapazität, sondern sind auch umweltfreundlich, erklärt Damodaran. Während die heute üblichen Windeln Monate bis Jahre brauchen, um zu verrotten, würde eine Fischwindel innerhalb einer Woche von Bakterien und Pilzen zersetzt. In Deutschland besteht der Hausmüll zu etwa drei Prozent aus Windeln.
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