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Bessere Energiebilanz für Häuser
Im Ringen um eine bessere Energiebilanz von Häusern wird der Fokus neben großen Konzepten zusehends auf eine Fülle kleiner Maßnahmen gelegt. Sie lassen sich von den Immobilienbesitzern leichter umsetzen, individuell aufeinander abstimmen und versprechen trotzdem signifikante Verbesserungen. Dabei spielen gerade…
Um die Energiebilanz eines Gebäudes zu verbessern, bedarf es Maßnahmen, durch die der Energieverlust maßgeblich gemindert werden kann. Materialien, die große Wärmemengen nach außen leiten, tragen dazu bei, dass Energie verloren geht. Das sorgt nicht nur für eine deutlich schlechtere Energiebilanz, sondern lässt auch die Energiekosten in erheblichem Umfang steigen.
Materialien auswählen
Die Grundlage für eine signifikante Verbesserung der Energiebilanz eines Hauses sind gezielte Umbau- und Sanierungsmaßnahmen, durch die beispielsweise Wände und Decken mit neuer Dämmung ausgestattet werden. Wie umfassend sich diese auf den Energiebedarf eines Hauses auswirkt, hängt erheblich von den verwendeten Dämmmaterialien ab.
Anhand des Wärmedurchgangskoeffizienten kann im Voraus bei der Erarbeitung eines Konzepts zur Verbesserung der Energiebilanz abgewogen werden, welche Materialien die größten Verbesserungen nach sich ziehen. Entscheidungsgrundlage sollte daher der sogenannte Wärmedurchgangskoeffizient sein.
Der Wärmedurchgangskoeffizient gibt an, wie stark der Wärmestrom ausfällt. So ist eine gezielte Berechnung des Wärmeverlustes über Wände und Decken eines Raumes möglich. Das bietet sich vor allem beim Dämmen von Kellern, aber auch in anderen Räumlichkeiten an. Grundsätzlich hängt der Umfang des Wärmeverlusts erheblich von den verwendeten Dämmmaterialien ab. Relevant ist dabei nicht zwingend die Zusammensetzung der Materialien, sondern vor allem deren Stärke.
Neben den Dämmmaterialien hat die Beschaffenheit der Oberflächen erheblichen Einfluss auf die Wärmedurchgangskoeffizienten. In Abhängigkeit von der Beschaffenheit der Oberfläche entsteht unterschiedlich viel Strahlungswärme.
In den letzten Jahren haben sich drei Messmethoden für die Ermittlung des Wärmedurchgangskoeffizienten durchgesetzt. Neben der Wärmeflussmethode wird für die Ermittlung konkreter Werte auf multiple Temperaturmessungen sowie den Einsatz von Wärmebildkameras zurückgegriffen.
Reduzierung der Wärmeverluste
Kernaufgabe des energiesparenden Bauens ist es, die Wärmeverluste eines Hauses nachhaltig zu senken. Dies ist durch verschiedene Maßnahmen möglich. Ein Kernbestandteil des energiesparenden Bauens ist die Verbesserung der Dämmung von Wänden und Decken.
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Um Energie einzusparen, bietet sich die konsequente Umsetzung verschiedener Einzelmaßnahmen an. Durch den Einsatz von verlustreduzierenden Elementen können Lüftungswärme- und Transmissionsverluste reduziert werden. Elemente dieser Art wirken sich zudem positiv auf Stillstands- und Verteilungsverluste eines Gebäudes aus.
Angefangen von Außenbauteilen, die lediglich einen niedrigen Wärmedurchgangskoeffizienten haben, bis hin zur konsequenten Montage von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnungssystem sind je nach Gebäudeart und Beschaffenheit unterschiedliche Ansätze umsetzbar. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei stets der Gebäudehülle zuteilwerden. Gerade bei Altbauten bildet sie weiterhin eine der wesentlichen Schwachstellen.
Bei der Sanierung der Gebäudehülle muss es das primäre Ziel sein, diese weitgehend luftdicht zu gestalten. In Kombination mit einer Energieanlage, die einen exzellenten Jahresnutzungsgrad aufweist, entsteht die Grundlage für eine deutlich bessere Energiebilanz.
Um die Gebäudehülle zu verbessern und Lücken, über die Energie verloren geht, zu schließen, bleibt Dämmung das Mittel der Wahl.
Die Auswahl an Dämmstoffen ist heute größer denn je. Eine Unterteilung und Klassifizierung ist anhand der Ausgangsmaterialien möglich. In erster Linie werden dabei organische und anorganische Dämmstoffe unterschieden. Für letztere dienen diverse mineralische Stoffe als Grundmaterial. Für die organischen Dämmstoffe werden dagegen auf Kohlenstoffverbindungen basierende Materialien genutzt.
Weiterhin werden Dämmmaterialien anhand des Rohstoffursprungs klassifiziert. Unterschieden werden natürliche Dämmmaterialien, die das Mittel der Wahl bei ökologischen Baukonzepten sind und Synthetische. Synthetische Dämmstoffe sind häufig günstiger als ökologische, weisen im Umkehrschluss aber eine schlechtere Umweltbilanz auf.
Natürliche Dämmstoffe
Hinsichtlich der Dämmeigenschaften und der Verbesserung der Energiebilanz schneiden weder ökologische noch synthetische Stoffe im Allgemeinen besser ab. Natürliche Dämmstoffe sind alle nachwachsend und gelten daher als besonders klima- und umweltfreundlich. Neben Holz und Flachs haben sich hier vorrangig Materialien wie Hanf und Kork durchgesetzt.
Damit sich natürliche Dämmstoffe ebenso komfortabel verarbeiten lassen wie Synthetische, haben sich zuletzt Baumwolle, Kokos und Hanf etabliert. Sie werden wie Schafwolle und Flachs zusehends in Filz- und Mattenform angeboten, wodurch sie sich leicht zurechtschneiden und verwenden lassen.
Eine Alternative zu den organischen, natürlichen Dämmstoffen sind die anorganischen. Das Besondere dieser Materialien liegt dem Herstellungsprozess begründet. So werden anorganische Materialien aufgebläht, um schließlich als Dämmung eingesetzt werden zu können. Typische Dämmmaterialien dieser Art sind Mineralien und Quarz. Aber auch Ton kann durch eine spezielle Weiterverarbeitung zu Dämmung umgewandelt werden.
Die Verarbeitung ist hier häufig aufwendiger, da die anorganischen Materialien mehrheitlich zu Schüttgut umgewandelt werden.
Anorganische, synthetische Dämmstoffplatten
Nicht alle anorganischen Dämmstoffe sind als Schüttgut gestaltet. Soll die Dämmung anorganisch, zugleich aber auch komfortabel zu verarbeiten sein, empfiehlt sich der Blick auf synthetische Dämmstoffplatten. Diese sind anorganischen Ursprungs, wobei sich hier zwei generelle Dämmlösungen durchgesetzt haben.
Eines der für Dämmstoffplatten am häufigsten verwendeten Materialien ist Kalziumsilikat. Hergestellt aus Quarz, Porenbildnern und Kalk wird dieses Material durch den Einsatz von enormem Druck und Wasser in die Plattenform gebracht. Ähnlich ist die Vorgehensweise bei Platten aus Mineralschaum. Hier gibt es allerdings eine andere Zusammensetzung. So wird auf Wasser, Kalk und Quarz gebaut.
Schwachstelle Fenster. (Bild: Adobe Stock, Kadmy)
Fenster bleiben Schwachstelle
Eine häufige Schwachstelle von Gebäuden sind Fenster, über die zum einen aufgrund der Qualität und Ausstattung, zum anderen aber wegen der Verarbeitung viel Wärme entweichen kann. Um die Energiebilanz eines Hauses nachhaltig zu verbessern, ist allerdings nicht immer der konsequente Komplettaustausch aller Fenster erforderlich.
Bereits kleinere Maßnahmen wie die Verwendung eines Thermo-Sonnenschutzes können zu einer signifikanten Verbesserung beitragen. Für den Thermo-Sonnenschutz in Form von Plissees oder Rollos haben sich zwei grundlegende Prinzipien durchgesetzt.
So wird die energiesparende Wirkung je nach Modell entweder durch Luftsäulen oder durch Wärmereflexion umgesetzt. Beide zielen vor allem darauf ab, dass der Wärmeaustritt damit spürbar verlangsamt wird. Dadurch verbessert sich die Energiebilanz des Hauses nachhaltig.
Im Vergleich zur Verarbeitung neuer Dämmung ist der Thermo-Sonnenschutz mit einem deutlich geringeren Investitionsumfang verbunden. Weiterhin können die Sonnenschutzlösungen individuell auch nur für einzelne Fenster nachgerüstet werden. Die Montage kann ohne Hilfe professioneller Handwerker erfolgen.
Doppel- und Dreifachverglasungen mit Schwächen
Von enormen Energieverlusten sind nicht nur Einfachverglasungen in Altbauten betroffen, die mittelfristig eine grundlegende Erneuerung nach sich ziehen, sondern auch moderne Doppel- und Dreifachverglasungen.
Zwar ist es hier bereits durch verbesserte Rahmen- und Scheibenausfertigungen gelungen, den Wärmekoeffizienzwert zu verringern, doch die vollständige Vermeidung des Wärmeaustritts ist bislang noch nicht geglückt. Daher sollte hier durch gezielte Sonnenschutzlösungen nachgeholfen werden.
Dass es bislang noch keine Fenstertypen gibt, die ohne Wenn und Aber vollständig isolieren, ist vor allem den damit verbundenen Energiegewinnen geschuldet. Wären Fenster vollständig isolierend, würden Verbraucher nicht mehr von den solaren Energiegewinnen profitieren. Der Effekt, dass die Sonne an kühlen Tagen die Wohnung aufheizt, entfällt. Es würde also im gleichen Atemzug der Energiebedarf steigen.
Um die Energiebilanz der Fenster nachhaltig zu verbessern, sollte der Thermo-Sonnenschutz generell an der Fensterinnenseite angebracht werden. Hier haben sich zuletzt verschiedene Ansätze durchgesetzt. Isolierende Folien, die häufig als besonders effektive Lösung beworben werden, heben jedoch ebenso den solaren Energiegewinn auf.
Stattdessen sind Plissees und Rollos die bessere Wahl. Während Isolationsfolien dauerhaft haften, wenn sie einmal angebracht sind, können Rollos und Plissees bei Bedarf geöffnet werden. Gerade Rollos bieten hier ein Höchstmaß an Flexibilität.
Die hier umgesetzte Faltenoptik sorgt dafür, dass die Plissees das Fenster bei Bedarf vollständig oder nur in Teilen bedecken können. Plissees wirken sich sowohl im Sommer als auch im Winter positiv auf die Energiebilanz des Hauses aus. Während sie im Winter einen wichtigen Beitrag zur Vermeidung von Heizverlusten leisten, bilden sie im Sommer einen zuverlässigen Schutz vor Hitzestau.
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