Auch die Architektur könnte von dem neuen Konzept profitieren: “Auf dem Mond könnte beispielsweise ohne Mörtel ein Bauwerk zusammengesetzt werden, das dem Einschlag großer Meteoriten standhält, denn die Konstruktion aus Tetraedern weist eine wesentlich höhere Schlagzähigkeit auf”, so Estrin. Jeder Baustein wird durch die benachbarten Teile “arretiert” und in seiner Position gehalten. Lediglich in den Randbereichen könnten Elemente ausbrechen, daher wird die Struktur mit einem festen Stahlrahmen umschlossen.
Die Wissenschaftler testeten eine aus 100 Tetraedern mit je einem Zentimeter Kantenlänge bestehende Struktur, indem sie einen Stempel mit immer stärkerer Kraft aufdrückten. Auch wenn ein Element herausgedrückt wurde, verlor die Konstruktion nicht ihre Stabilität. Und je weiter der Stempel hineingedrückt wurde, desto stärker wuchs der Widerstand gegen die Verformung. “Selbst wenn ein nennenswerter Anteil der Elemente vollständig zerstört wird, trägt die Restkonstruktion”, so Estrin.





