US-Chemiker haben eine Minibatterie entwickelt, die ihre Energie aus Körperflüssigkeiten bezieht. Damit könnten in Zukunft Sensoren angetrieben werden, die den Gesundheitszustand überwachen. Das berichtet die “Nature” in seiner Online-Ausgabe (12. November).
Die Körperbatterie gewinnt ihre Energie, wenn Zucker und Sauerstoff miteinander reagieren, erklärt Adam Heller von der Universität in Austin. Sie muss dafür nur in direktem Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten stehen, und könnte daher auch direkt unter der Haut eingesetzt werden.
Die Minibatterie besteht aus zwei Kohlenstofffasern mit einer Länge von zwei Zentimetern und einem Durchmesser von weniger als einem Hundertstel Millimeter. Beide Fäden sind überzogen mit Enzymen, die dem Zucker Elektronen entziehen und sie auf den Sauerstoff übertragen. Dadurch entsteht ein elektrischer Stromfluss.
Im Test funktionierte die Minibatterie bereits und lieferte die gleiche Energiemenge wie die Batterie einer Armbanduhr. Bei Diabetespatienten könnte die Biobatterie die Energie für Sensoren liefern, die den Blutzuckerspiegel kontinuierlich überwachen. Die Leistung sei allerdings nicht stark genug, um beispielsweise Herzschrittmacher zu betreiben, räumt Heller ein.
ddp/bdw – Teresa Baethmann





