Eine kalifornische Firma hat es geschafft, die Lichtstärke einer einzelnen roten Leuchtdiode so weit zu erhöhen, dass sie den Helligkeitsanforderungen an Autorücklichter gerecht wird. Die Diode könnte somit schon bald die herkömmlichen Glühlampen oder Leuchtdiodenarrays in den Brems- und Rücklichtern von Hoch- und Mittelklassewagen ersetzen. Dieser Durchbruch wurde zum Großteil durch eine Verbesserung der Kühlung der Dioden ermöglicht, so dass diese höheren Strömen ausgesetzt werden können.
Die von der Firma Lumileds hergestellten Leuchtdioden beruhen im Prinzip ebenso wie die seit vielen Jahren eingesetzten kleineren Leuchtdioden auf einer Halbleiterdiode, in der bei Anlegung einer Spannung Löcher und Elektronen rekombinieren und somit Photonen aussenden. Im Gegensatz zu den von den als Statusindikatoren in Computern bekannten kleinen Dioden hat der neue Chip allerdings eine Fläche von fast einem Quadratmillimeter.
Er ist zudem von einem effizienten Kühlgehäuse umgeben, so dass große Ströme einer Stärke von bis zu 1,4 Ampere angelegt werden können, ohne die Lebensdauer der Dioden herabzusetzen. Nach Angaben der Entwickler verlieren die Dioden auf diese Weise erst nach einem Einsatz von etwa 20.000 Stunden die Hälfte ihrer Lichtleistung und strahlen während dieser Zeit Licht einer Stärke von bis zu 190 Lumen aus.
Die Entwickler planen, die Leuchtdioden schon bald als Rück- und Bremslichter von Autos einzusetzen. Einzelne Leuchtdioden waren bisher für diese Anwendung nicht leuchtkräftig genug, so dass mehrere elektrisch zusammengeschaltet werden mussten. Die Lichtstärke von über 100 Lumen bei der neuen Diodenfamilie reicht allerdings aus, um den Anforderungen gerecht zu werden.
Verbesserungen in der Lichtausbeute ? dem Bruchteil der erzeugten Photonen, die die Diode in gewünschter Richtung verlassen ? wurden ebenfalls erzielt. Die Entwickler glauben daher, dass zukünftige Designs vielleicht sogar noch größere Leuchtstärken aufweisen und auch als Scheinwerfer eingesetzt werden könnten. Zuvor muss allerdings die Lichtstärke weißer Leuchtdioden auf über 1000 Lumen erhöht werden.
Stefan Maier





