Der Elektrotechniker Georg Brasseur von der Technischen Universität Graz hat den Erwin- Schrödinger-Preis erhalten. Das ist eine der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnungen, die in Österreich vergeben werden. Der 54-jährige gebürtige Wiener bekam den Preis für sein bisheriges Lebenswerk.
Brasseur entwickelte 1982 als weltweit erster Forscher einen vollelektronischen Regler für Dieselmotoren in PKW und LKW. Dieser Regler wird benötigt, um ein Absterben oder Überdrehen des Motors zu verhindern. Bis Mitte der Achtzigerjahre waren Dieselfahrzeuge mit mechanischen Reglern ausgestattet. Außerdem würdigte die Jury Brasseurs Verdienste auf dem Gebiet der Messtechnik. Er entwickelte spezielle Sensoren, mit denen es unter anderem möglich ist, Materialeigenschaften zu analysieren. Diese sogenannten kapazitiven Sensoren verwenden das elektrische Feld zur Erfassung der Messgröße.
Der Erwin-Schrödinger-Preis ist mit 15 000 Euro dotiert. Brasseur teilt ihn sich mit dem deutschen Molekularbiologen Thomas Jenuwein von der Universität Wien. Er wurde für seine Arbeiten über Chromatin ausgezeichnet, das Material, aus dem die Chromosomen bestehen.





