Auch der japanische Elektronikkonzern NEC will 2004 mit einer Brennstoffzelle für mobile Anwendungen auf den Markt: Auf der “nano tech”-Messe in Japan präsentierte das Unternehmen einen Laptop, der von einem externen Brennstoffzellensystem mit Energie versorgt wird. Der Wettlauf um das erste kommerzielle Produkt in diesem umkämpften Markt bleibt damit weiterhin spannend.
Der Prototyp, den das Unternehmen nun auf der internationalen Messe für Nanotechnologie vorstellte, ist etwa halb so groß wie der Laptop selbst und leistet maximal 18 Watt. Die Direktmethanolbrennstoffzelle (DMFC) bezieht ihren Brennstoff aus einem 240 Milliliter fassenden Tank, der eine 10-prozentige Methanollösung enthält. Mit einer Tankfüllung soll das Notebook bis zu vier Stunden betrieben werden können.
Auf den Elektrodenflächen der Brennstoffzelle sind so genannte Nanohörner aufgebracht ? winzige, gebogene Röhren aus Kohlenstoff. Sie vergrößern durch ihre extrem feine Struktur die effektive Oberfläche der Elektroden und können zudem sehr viel kleinere Partikel der Katalysatormaterialien Platin und Ruthenium aufnehmen. Damit kann die Brennstoffzelle effektiver arbeiten.
Auf den Markt kommen soll das mobile Brennstoffzellensystem Ende 2004 oder Anfang 2005, so die Pläne des japanischen Elektronikkonzerns. Langfristiges Ziel der Entwickler ist es nun, das Volumen der Brennstoffzelle zu halbieren, damit sie im Gehäuse eines Laptops Platz findet.
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Ulrich Dewald