von ROLAND BISCHOFF
Seit über fünf Jahren ist in der Schweiz der 57 Kilometer lange Gotthard-Basistunnel in Betrieb. Seither fahren täglich 130 bis 160 Züge hindurch, davon zwei Drittel Güter- und ein Drittel Personenzüge. Die subalpine Röhre ermöglicht eine flache Bahnstrecke von Genua bis Rotterdam. Doch im Einzugsgebiet liegen in Deutschland nicht nur große Industriezentren, sondern auch viele Wohngebiete. Und dort regt sich heftiger Widerstand gegen den Lärm von der Schiene. In erster Linie geht es um Güterzüge, zum Beispiel im badischen Offenburg oder im engen Mittelrheintal zwischen Bingen und Koblenz. Ein Zug ersetzt zwar 52 Lkw, doch für die Anwohner hat der Slogan „Mehr Güter auf die Bahn“ einen unangenehmen Beiklang: das Dröhnen der Güterzüge. Laut Umweltbundesamt fühlt sich gut ein Drittel der Deutschen durch Schienenverkehrslärm gestört oder belästigt.





