Erste Ansätze dazu gibt es bereits – etwa in der spanischen Stadt Santander, wie Eva Wolfangel für das Juliheft von bild der wissenschaft recherchiert hat. Dort wurden rund 12.000 Sensoren installiert. Freie Parkplätze melden sich bei Autofahrern, der Stadtpark schlägt Alarm, wenn die Erde zu trocken ist und große Kreuzungen warnen, wenn Schadstoffe oder Lärm überhand nehmen.
Smart City in Deutschland
Aber auch in Deutschland denkt man über Konzepte nach, wie die Stadt der Zukunft verwirklicht werden könnte. In Wiesloch bei Heidelberg beispielsweise hat man mit der Straßenbeleuchtung Großes vor: Die 3700 Laternen sollen nicht nur auf LED-Technik umgestellt werden, sie sollen auch automatisch gesteuert und mit Internetanschluss sowie Sensoren versehen werden. Dann könnten sie unter anderem nachts erkennen, wo und wie schnell sich Menschen auf den Straßen bewegen und ihre Beleuchtung dem Bedarf anpassen. Zudem würden die Masten als Router für ein öffentliches Wlan-Netz fungieren. Die Stadtoberen rechnen so mit einer Kostensenkung bei der Straßenbeleuchtung von 400.000 auf 110.000 Euro pro Jahr. Doch vernetzte Städte sollen noch viel mehr können: Eine autarke und bedarfsangepasste Energieversorgung ist dabei nur ein Beispiel von vielen.
Alles eitel Sonnenschein also? Ganz so einfach ist es nicht. Datenschützer befürchten durch die neuen Konzepte eine allzu umfassende Überwachung der Bürger und Computerexperten warnen vor Hackerangriffen, die ganze Städte lahmlegen könnten. Die Stadt der Zukunft – Fluch oder Segen? Wolfangel hat in der aktuellen Ausgabe von bild der wissenschaft das Für und Wider zusammengefasst.





