von RALF BUTSCHER
Auf einem Bildschirm im Labor von Pau Farrera ist ein eigenartig erscheinendes buntes Gebilde zu sehen – die aktuelle Ansicht eines einzelnen Rubidium-Atoms. Es verbirgt sich in einem von dunklen Wänden umhüllten Kasten, der einen Großteil des Raums ausfüllt. Durch zahlreiche Kabel, Schläuche und Steuerleitungen ist der schwarze Schrein mit allerlei elektronischen Geräten sowie mit Lasern verbunden. Als Farrera den Zugang zu der schrankähnlichen Box öffnet, zeigt sich deren wildes Inneres: ein physikalisches Experiment, das aus einem unüberschaubaren Wald von Linsen, Spiegeln, Polarisationsfiltern und anderen technischen Elementen besteht. Die haben vor allem die Aufgabe, das Laserlicht punktgenau zu einer millimeterkleinen Hülse im Herzen der optischen Hightech-Klaviatur zu lenken – einen sogenannten Resonator. Darin ist das Atom gefangen – unter Hochvakuum und durch geschickt arrangierte und exakt auf das Teilchen abgestimmte Laserstrahlen bis zum Stillstand gebremst und festgehalten.





