Heftvorschau Juli 2013
Reise zum Mittelpunkt der Sonne
Der von der Erde aus nächstgelegene Stern überrascht die Astronomen immer wieder. Neue Sonden und Teleskope erlauben tiefe Einsichten in die feurigen Gewalten unter der brodelnden Oberfläche. „Wir leben im Goldenen Zeitalter der Sonnenforschung“, sagt Manfred Schüssler. Nach jahrzehntelanger Arbeit freut sich der Astrophysiker: „Wir verstehen endlich manche rätselhaften Vorgänge.“ Nicht nur die Messung solarer Beben ist jetzt möglich, sondern sogar eine Reise ins Zentrum unseres Zentralgestirns – durch die Messung von Neutrinos aus dem Sonnenkern. Erfahren Sie im nächsten Heft, was der aktuelle Stand der Forschung ist – und wie das solare „Weltraumwetter“ den Menschen beeinflusst.
Wir sind doch nicht alle gleich
Der Mensch lässt sich mit nur fünf Merkmalen charakterisieren, behaupteten bisher die Psychologen: Jeder sei – in unterschiedlichem Ausmaß – offen, verträglich, gewissenhaft, extrovertiert und seelisch stabil. Diese „Big Five“ waren quasi die Weltformel der Persönlichkeitspsychologie. Nun haben Forscher bei Indianern in Amazonien nur „Big Two“ gefunden – was das universelle Konzept wanken lässt.
Ventil im Kopf
Gerold Batke ist 72 Jahre alt, als seine Füße das Laufen und sein Gehirn das Denken verlernen. In den Hirnkammern des Berliners staut sich Nervenwasser und drückt auf das Gewebe – „Altershirndruck“ oder „heilbare Demenz“ lautet die Diagnose. Mit einem ins Gehirn eingesetzten Überlaufventil versuchen Ärzte dem Mann zu helfen..
Mit 50 noch ein Baby?
Lange Zeit galt als gesichert: Jeder Frau steht nur ein begrenzter Vorrat an Eizellen zur Verfügung, der noch dazu Monat für Monat schrumpft. Eine bittere Botschaft für viele Frauen, die sich mit dem Kinderkriegen gerne Zeit lassen würden. Doch jetzt ziehen zwei amerikanische Forscher das Dogma in Zweifel: Sie sind überzeugt, dass sich die Wechseljahre aushebeln lassen.
Forscher drehen an Ägyptens Uhr
Echnaton, Tutanchamun, Haremhab und Ramses II. – in welcher Reihenfolge diese Pharaonen regierten, wissen Ägyptologen. Nur wann genau, bereitete ihnen bislang Kopfzerbrechen. Doch ein Vulkanausbruch vor rund 3500 Jahren könnte für Klarheit sorgen. Archäologen durchkämmen das Nildelta nach den Spuren der Asche, denn mit ihrer Hilfe könnten sich ägyptische Funde genau datieren lassen.
Das nächste Heft erscheint am 18. Juni